Vorkonferenz

Vorkonferenz am Jahreskongress des SGBF (2. Juli 2012):
Gleichheit und Ungleichheit in der wissenschaftlichen Karriere

Der Zugang zum Doktoratsstudium, die Rahmenbedingungen bei der Verfassung einer Dissertation sowie der erhoffte, erwartete und tatsächliche Nutzen eines Doktorats sind von Unsicherheiten, aber auch Ungleichheiten geprägt, die insbesondere Frauen anders als Männer betreffen. Die Vorkonferenz der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung ist der historischen, theoretischen und empirischen Analyse dieses Themenbereichs gewidmet.
Die Vorkonferenz findet im Rahmen eines halben Tages statt. Sie richtet sich an sogenannte "Nachwuchs"-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, will die Diskussion anstossen und Forscherinnen und Forscher, die erwägen, eine Dissertation zu schreiben bzw. mitten im Prozess derselben stecken oder aber eine solche vor kurzem abgeschlossen haben, die Möglichkeit geben, einschlägige Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.
Der Blick wird hierbei auf Fragen der gleichen und ungleichen Ermöglichungsbedingungen vor allem der Dissertation, aber auch der wissenschaftlichen Karriere allgemein fokussiert: Auf welcher materiellen Grundlage kann die Dissertation verfasst werden? In welcher Form ist eine wissenschaftliche Vernetzung gegeben? Welchen Einfluss hat die Etabliertheit des Forschungsfeldes? Welchen Nutzen kann man sich - auch in ökonomischer und szientifischer Hinsicht, in Bezug auf Arbeitsplatz und Karriere - von einem erfolgreich abgeschlossenen Doktorat erhoffen? Besonders seien dabei Genderfragen fokussiert: Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf den Verlauf einer wissenschaftlichen Karriere? Wie wird an den Institutionen mit Anliegen betreffend Gleichstellung umgegangen? Was sind Erklärungen für festgestellte Ungleichheiten? Welches sind Lösungsansätze?

 

10.00
Begrüssung: Prof. Dr. Rolf Becker

10.15-11.00
l. Die Konferenz beginnt mit zwei Kurzvorträgen (von rund 20 Minuten)
1. Prof. Dr. Regula Julia Leemann, Professur Bildungssoziologie PH FHNW: «Unsicherheiten und Ungleichheiten in Forschungslaufbahnen – was Nachwuchsforschende wissen sollten. »
2. Dr. Isabelle Collet, Maître d’enseignement et de recherche à l’Institut universitaire de formation des enseignants (IUFE), Université de Genève : «Les femmes ont-elles l'étoffe du chercheurs ? »

11.00-11.30
II. Erfahrungsberichte von Forscherinnen
1. Cand. Dr. phil. Florence Ligozat, Université de Genève : « Parcours doctoral en Sciences de l'éducation : témoignage et enjeux. »
2. Dr. Isabelle Caprani, EHB-IFFP-IUFFP: « Un parcours varié dans le but d’enrichir son expérience scientifique. »
3. Dr. phil. Martina Bruggmann, Departement für Bildung, Kultur und Sport, Aarau : «Dissertation ja - Karriere nein?»

11.30-12.30
III. Offene Diskussion zum Thema Chancengleichheit in der wissenschaftlichen Karriere
Moderation:
Prof. Dr. Francia Leutenegger, Université de Genève
Prof. Dr. Carmen Baumeler, EHB-IFFP-IUFFP